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Deutsche Postbank verkaufen


29.10.2008
Hauck & Aufhäuser

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Sebastian Reuter, streicht die Aktien der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) von der H&A-Research-Aktien-Select-Liste.

Die Postbank habe im dritten Quartal 2008 einen überraschenden Verlust in Höhe von 349 Mio. EUR (Vj. 406 Mio. € Gewinn; Q2 2008: 119 Mio. € Gewinn) verbucht. Hauptgrund für den Verlust sei ein negatives Finanzergebnis (-470 Mio. EUR; Vj.184 Mio. EUR) gewesen. Der Verlust sei vornehmlich auf Wertberichtigungen auf das Engagement bei der unter Gläubigerschutz gestellten Lehman Brothers zurückgegangen.

Auf das gesamte Engagement in Höhe von etwa 550 Mio. EUR seien 364 Mio. EUR abgeschrieben worden. Weitere 65 Mio. EUR seien auf Aktienbestände im Handelsbuch wertberichtigt worden. Auf strukturierte Kredite habe das Institut Wertanpassungen in Höhe von 47 Mio. EUR vorgenommen. Auf Bestände bei isländischen Banken seien ebenfalls Wertkorrekturen in Höhe von 21 Mio. EUR vorgenommen worden.

Infolge der massiven Verwerfungen an den Kapitalmärkten habe die Postbank nach den ersten neun Monaten einen Verlust nach Steuern von 114 Mio. EUR verzeichnet. Dies entspreche einem Ergebnis nach Steuern je Aktie von -0,70 EUR nach 4,27 EUR in den ersten neun Monaten 2007.


Durch die Wertberichtigungen sei die Kernkapitalquote auf 5,5% nach 6,9% zum Jahresende 2007 und 6,3% am Ende des ersten Halbjahres gesunken. Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, führe die Bank eine Kapitalerhöhung durch. Insgesamt würden 54,4 Mio. Stück zu 18,25 EUR je Aktie emittiert, wobei die Kapitalerhöhung zu 100% durch den Großaktionär Deutsche Post garantiert sei. Hierdurch erhöhe sich die Kernkapitalquote um 1,4%-Punkte. Die Quote läge somit bei 6,9%. Weitere Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals würden die Streichung der Dividende für 2008 vorsehen.

Mit Blick auf das schwierige Umfeld habe die Postbank die bisherigen Ergebnisziele gestrichen. Diese hätten unter anderem ein Ergebnis vor Steuern bis 2010 von 1.400 Mio. EUR bis 1.450 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von 980 Mio. EUR bis 1.015 Mio. EUR vorgesehen. Die Kostenquote im klassischen Bankgeschäft sollte sich bis 2010 auf unter 58% verbessern. Für das Jahr 2008 seien eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von über 20% und eine Kostenquote von unter 63% (im klassischen Bankgeschäft) angestrebt gewesen. Aktuell würden die Bonner mittelfristig und nachhaltig eine Eigenkapitalrendite nach Steuern 13% bis 15% (~16% bis 18% nach Steuern) anstreben.

Angesichts des überraschenden Quartalsverlustes und des schwierigen Umfelds würden die Analysten ihre Ergebnisprognosen von 4,46 EUR (2008) und 4,04 EUR (2009) auf -1,00 EUR (2008) und 2,07 EUR (2009) je Aktie reduzieren. Die Dividendenprognose würden die Analysten für die Jahre 2008 und 2009 auf 0,00 EUR je Aktie (vorher: 0,80 EUR und 0,70 EUR je Aktie) revidieren.

Auch glaube man nicht, dass die Deutsche Bank eine vorzeitige Komplettübernahme der Postbank anstrebe. Die Vollkonsolidierung und etwaige Integrationskosten dürften vor dem Hintergrund des schwierigen Finanzmarktumfelds eher vermieden werden. Ein Komplettangebot für die ausstehenden Aktien müsse die Deutsche Bank frühestens in 20 Monaten unterbreiten, wenn die Post von ihrer Verkaufsoption Gebrauch mache und der Deutschen Bank weitere 20,25% an der Postbank andiene.

Sorgen über etwaige Belastungen im Zuge erneuter Wertberichtigungen sowie die Unsicherheiten bezüglich einer erneuten Kapitalerhöhung könnten daher auch künftig auf dem Kurs der Postbank-Aktie lasten. Das künftige Aufwärtspotenzial für die Postbank-Aktie würden die Analysten aus heutiger Sicht somit als begrenzt erachten.

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Aktien der Deutschen Postbank daher von der H&A-Research-Aktien-Select-Liste und empfehlen den Verkauf (Analyse vom 29.10.2008) (29.10.2008/ac/a/d)



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